Besprechungsraum Quelle: Justiz NRW

Die ehrenamtliche Betreuung ist fester Bestandteil des Erziehungs- und Behandlungsvollzuges in der JVA Hövelhof.


Die Aufgabe der Wiedereingliederung straffällig gewordener Menschen ist nur in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung  zu meistern und benötigt neben dem Engagement der hauptamtlich Beschäftigten sozial engagierte Ehrenamtliche, die diese Arbeit sinnvoll ergänzen.

Die Ehrenamtliche Arbeit ist für die Inhaftierten außerordentlich wichtig, da sie eine Brücke nach draußen darstellt.


Einzelbetreuung

Im Rahmen von Einzelbetreuungen werden die besonderen Bedürfnisse einzelner Gefangener berücksichtigt.

Viele der Inhaftierten haben außerhalb des Strafvollzugs keine sozialen oder nur für sie nicht förderliche Kontakte. Für sie ist es besonders wichtig, dass sie einen verlässlichen Ansprechpartner außerhalb der Anstalt haben, der ihnen zuhört, verlässlich ist und auf ihre Probleme eingeht.

So kann Ehrenamt im Rahmen von Einzelbetreuung z. B. bedeuten, dass versucht wird, gemeinsam mit dem Gefangenen ein neues Umfeld aufzubauen, in das der Gefangene nach seiner Inhaftierung entlassen werden kann.

Nicht jeder Gefangene kann oder will sich in einer Gruppe öffnen, seine persönlichen Probleme erzählen. Dies ist ihm aber eventuell in einer Einzelbetreuung möglich.

In Einzelfällen ist es  auch denkbar, dass sie den Inhaftierten über die Inhaftierung hinaus begleiten und ihn dabei unterstützen, in der Gesellschaft wieder Fuß zu fassen.

Gruppenarbeit

Die Teilnahme an Gesprächsgruppen bietet den Inhaftierten auf der einen Seite eine willkommene Abwechslung im Gefängnisalltag.

Es geht in diesen Gruppen aber nicht nur um Abwechslung  für die Inhaftierten, sie bieten darüber hinaus auch vielfältige Möglichkeiten z.B. für soziales Lernen, Förderung von Kommunikationsfähigkeit, lernen Regeln und Absprachen einzuhalten, u.v.m.

Freizeitgestaltung

Auch Gesellschaftsspiele, Bastel- und Sport-, sowie musische Angebote sind möglich und für die Inhaftierten  wichtig. Eine kurze Übersicht der vorhandenen oder möglichen  Angebote und Inhalte:

  • Aufbau, Förderung und Aufrechterhaltung von Außenkontakten
  • Einzelbetreuungen
  • Vorleben von Verbindlichkeit durch kontinuierlichen Kontakt
  • Hilfe bei persönlichen Schwierigkeiten
  • Durchführung von Gesprächs- und Selbsthilfegruppe
  • Nachhilfe und außerschulische Förderung
  • Sport, Spiel- und Kreativangebote für Gefangene
  • Entlassungsvorbereitung und Nachbetreuung
  • Gitarrenkurs
  • Kochgruppe
  • u.v.m

Interessenten, die das 21. Lebensjahr vollendet haben, können sich für weitere Informationen an die Anstalt wenden. Da uns die ehrenamtliche Arbeit sehr wichtig ist, wird sie von uns kontinuierlich begleitet. So gibt es einen festen Ansprechpartner bei Problemen, Sorgen, Irritationen, Anregungen aber auch für positive Rückmeldung, sowie Schulungen für ehrenamtlich Tätige, bzw. Vermittlung zu solchen.

Ansprechpartner:

Heinrich Brinkmann
Leiter des Sozialdienstes
Telefon: 05257 986 423